RTZ_Gruendung20190618.06.2019 | Am 11.6.2019 fand im E-Pavillon des Domgymnasiums die erste Regionalkonferenz des neu gegründeten Regionalen Talentzentrums (RTZ) Fulda statt. Der Anlass und das Ziel der Veranstaltung war zum einen die Überführung des bestehenden Schulsportzentrums Fulda (SSZ) am Domgymnasium in ein Regionales Talentzentrum (RTZ), einem Talentförderstützpunkt, vom dem aus zukünftig spezielle Unterstützungs- und Betreuungsmaßnahmen für sportlich besonders talentierte Schülerinnen und Schüler koordiniert werden, um diese durch spezielle Trainingsmaßnahmen sowie eine adäquate pädagogische Begleitung effektiv bei ihrer „dualen Karriere“ im Leistungssport und in der Schule zu unterstützen. Damit ist das RTZ Fulda eines der ersten Regionalen Talentzentren in Hessen.
| Presseartikel (Fuldaer Zeitung vom 17.6.2019)

Zu den geladenen Gästen zählten zum einen wichtige Vertreter der beteiligten Sportfachverbände, wie dem Hessischen Fußballverband, dem Hessischen Kanuverband, dem Hessischen Tischtennisverband, dem Hessischen Schwimmverband, dem Hessischen Skiverband und dem Hessischen Leichtathletikverband sowie Vertreter der eingebundenen regionalen Sportvereine. Zum anderen entsandten auch die Stadt Fulda, der Sportkreis Fulda, das Hessische Kultusministerium, die Landesservicestelle für den Schulsport sowie das Staatliche Schulamt Fulda Vertreterinnen und Vertreter, um spezielle Fördermöglichkeiten und -maßnahmen zu koordinieren und programmatisch zu verankern. Unterstützt und begleitet wurde die Veranstaltung zudem von Mitgliedern der Schulleitung und der Sportfachschaft des Domgymnasiums sowie Vertreterinnen und Vertretern der Bardoschule Fulda und der Rhönschule Gersfeld. Die beiden letztgenannten Schulen sind ebenfalls in das Regionale Talentzentrum eingebunden.  

Nachdem Schulleiter Matthias Höhl sowie Herr Michel, der Koordinator des neu gegründeten RTZ, die Gäste begrüßt hatten, erläuterte Herr Simshäuser (Leiter der Landesservicestelle für den Schulsport) sowie Frau Hossfeld (Landessportbund Hessen, Abteilung Leistungssport) zunächst die Genese des RTZ sowie die generelle Struktur und die Funktion des rahmengebenden Landesprogramms „Talentsuche-Talentförderung“, welches schulische und Vereins- bzw. Verbandsmaßnahmen zur Talentsuche und Talentförderung zusammenführt und aufeinander abstimmt. Im Anschluss daran stellten die Vertreter der Verbände, zu denen auch die am Domgymnasium beschäftigten Lehrertrainer Herr Siller (Lehrertrainer Fußball) und Herr Oliv (Lehrertreiner Tischtennis) gehörten, die bisher getroffenen Maßnahmen auf Vereins- und Verbandsebene dar. Zuletzt zeigte Herr Michel die zukünftige Struktur des RTZ Fulda und die durch die Fachschaft Sport vorangetriebene Neustrukturierung des Sportklassenkonzeptes am Domgymnasium ab dem Schuljahr 2019/2020 mit klarer inhaltlicher Ausrichtung auf Talentförderung und Leistungssport auf. Den Abschluss des ersten Teiles der Konferenz bildete die Neuverleihung des Zertifikates Partnerschule des Leistungssports (PdL), welches dem Domgymnasium durch den Vertreter des Hessischen Kultusministeriums, Herrn Schmandt, feierlich übergeben wurde. Die Verleihung dieses Zertifikats ist an konkrete Kriterien geknüpft, die 2015 von der Landesarbeitsgruppe Talentsuche und Talentförderung im Rahmen der Neustrukturierung des Landesprogramms neu formuliert und ausgeschärft wurden.

Ein weiteres zentrales Anliegen der Veranstaltung bestand darin, Absprachen und Kontakte zwischen den verschiedenen Vertretern von Schule, Verbänden und Vereinen zu ermöglichen. Diesem Ziel wurde die Veranstaltung im Rahmen einer Arbeitsgruppenphase, die sich an die Zertifikatsverleihung anschloss, gerecht. Im Verlauf der Konferenz entstanden viele Entwicklungsperspektiven und auch konkrete und kurzfristig weiterführende Maßnahmen konnten vereinbart werden.

Nun schauen alle Beteiligten sehr zuversichtlich dem Start des Programmes mit dem Beginn des neuen Schuljahres entgegen und hoffen, dass die Förderung sportlicher Talente in der Region Osthessen künftig nun noch effektiver, zielgerichteter und im Rahmen einer sinnvollen pädagogischen Begleitung der jungen Athletinnen und Athleten erfolgen kann.

Stefan Nüchter