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Sechshundert begeisterte junge Musikanten beim Landeskonzert "Schulen in Hessen musizieren" im Kurhaus Wiesbaden
"Wir haben soeben einen zauberhaften Abend erlebt - auf höchstem Niveau, von Schülerinnen und Schülern aus ganz Hessen, die Erstaunliches leisten." Staatssekretär Heinz-Wilhelm Brockmann, der als Vertreter von Kultusministerin Dorothea Henzler in den Friedrich-von-Thiersch-Saal des Wiesbadener Kurhauses gekommen war, hatte am Ende des vom Verband Deutscher Schulmusiker veranstalteten Landeskonzertes "Schulen in Hessen musizieren" höchstes Lob parat.
"Voller Bewunderung", so Brockmann, habe er das annähernd dreistündige, ungemein fesselnde und abwechslungsreiche Musikprogramm wahrgenommen, das ihn durch die hohe Professionalität und die Souveränität, mit der alle aufgetreten seien, fasziniert habe: "Alle haben gezeigt, welche Form von Begeisterung möglich ist."
Über viertausend Schülerinnen und Schüler aller Schulformen und Altersgruppen hatten sich im Februar bei Regionalbegegnungen an zehn verschiedenen Orten in Hessen zum Musizieren getroffen. Begegnungsorte waren Bad Arolsen, Biedenkopf, Buseck, Erbach, Frankenberg, Fulda, Kassel, Münster bei Dieburg, Pohlheim-Garbenteich und Wiesbaden. Zehn Ensembles wurden für das "Landeskonzert" in Wiesbaden ausgesucht, um das Musikleben an hessischen Schulen zu repräsentieren und einen Einblick in den Leistungsstand des Musikunterrichts und in den Chor- und Orchester-Arbeitsgemeinschaften zu geben.
Dem bundesweit zu registrierenden Rückgang klassischer Musik innerhalb des schulischen Musizierens versucht der VDS durch den Sonderpreis "Klasse Klassik" zu begegnen, den der Bärenreiter-Verlag Kassel stiftet. Drei Ensembles wurden ausgezeichnet und erhielten Notengutscheine, überreicht durch den Verlags-Vertreter Johannes Mundry: das Orchester der Rabanus-Maurus-Schule Fulda, der gemeinsame Chor der Heinrich-Schütz-Schule und der Jacob-Grimm-Schule Kassel und das Orchester der Viktoriaschule Darmstadt.
Das Orchester der Rabanus-Maurus-Schule Fulda servierte unter der Leitung von Jutta Orfgen bei einem Ausschnitt aus Corellis berühmtem g-Moll-Concerto ruhig ausmusizierte, großbogige Kantilenen in einem schönen, runden Streicherklang. Die forschen Unisonogänge und ein kniffliges Fugato in Juryi Shamos moderat neutönendem "Musikstück für Kammerorchester" (eigens für das Schülerensemble aus Fulda komponiert) und John Rutters folkloristisches Stimmungsbild "Waly, waly" zeigten, dass diese Gruppe auf hervorragendem Niveau musiziert.
Einmal mehr zeigten die Schülerinnen und Schüler, die aus allen Landesteilen Hessens zusammengekommen waren, mit ihren von großer Disziplin und Konzentration geprägten Auftritten, dass Motivation und Begeisterung beim gemeinsamen Musizieren über den schulischen Alltag hinaus tragen zur positiven Persönlichkeitsbildung beitragen und zum bestimmenden Lebensinhalt werden können.
Albrecht Schmidt
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