der_mensch_in_bewegungBewegung spielt im Prozess der Gesundheitsförderung eine entscheidende Rolle, da sie eine Voraussetzung für eine gute körperliche, geistige und seelische Entwicklung ist. Neben dem Beitrag zur Gesundheitsförderung geht es aber auch um die Steigerung der Lern- und Leistungsfähigkeit sowie um eine positive Einwirkung auf das emotionale und soziale Verhalten der Schülerinnen und Schüler.

Die positiven Effekte von Bewegung in der Schule sind durch eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien empirisch belegt:
  • Im Bereich der motorischen Leistungsfähigkeit kommt es vor allem zur Steigerung der Bewegungskoordination; außerdem werden Kraft und Ausdauer erhöht.
  • Im kognitiven Bereich lassen sich Verbesserungen im Hinblick auf die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit nachweisen.
  • Hinzu kommt ein deutlicher Zugewinn an sozialer Kompetenz (Zunahme von Kontaktfähigkeit, gegenseitiger Akzeptanz, Integration, Frustrationstoleranz; Abnahme von Aggressionen und Unterrichtsstörungen)
  • Selbstständigkeit, Selbsttätigkeit und Selbstwertgefühl von Kindern und Jugendlichen nehmen zu.
  • Die aktuelle Befindlichkeit wird positiv beeinflusst.
  • Positive Tendenzen ergeben sich schließlich auch allgemein bei der Einschätzung von Schulzufriedenheit und Lernfreude.
Die Rabanus-Maurus-Schule hat ein eigenes, „bewegtes” Schulprofil entwickelt, das 2006 und 2010 mit dem Teilzertifikat „Bewegung und Wahrnehmung” ausgezeichnet wurde - und einem stetigen Weiterentwicklungs- und Modifizierungsprozess unterliegt.

Bewegung wird dabei nicht nur als Gegenstand des Sportunterrichts verstanden. Mit ihren vielfältigen Bezügen zu anderen schulischen Bereichen stellt sie über den Fachunterricht hinaus ein wesentliches Element eines der Gesundheit förderlichen und attraktiven Schullebens dar. Bewegung ist damit ein wichtiges Medium, das zur individuellen Rhythmisierung des Schul- und Lebensalltages beiträgt und medizinisch-biologische sowie lerntheoretische Funktionen erfüllt.


Koordinator für den Bereich „Bewegung und Wahrnehmung”: Bastian Michel