jugend_forscht_03_2016_01607.03.2016 | Als Würdigung ihres herausragenden Engagements zur Förderung mathematisch, naturwissenschaftlich und technisch interessierter Schülerinnen und Schüler im Rahmen des Wettbewerbs Jugend forscht ist die Rabanus-Maurus-Schule mit dem Jugend forscht Schulpreis ausgezeichnet worden. Die Schülerinnen und Schüler der Rabanus-Maurus-Schule waren in diesem Jahr mit drei Forschungsprojekten am Regionalwettbewerb Jugend forscht in Hanau vertreten und gewannen einen ersten und zwei zweite Plätze. 
| Bildergalerie
| Pressartikel FZ (05.03.2017)

Maximilian Neidert (12), Niklas Fehl (12) und Marlon Gombarek (11) begeisterten die Jury mit ihrer selbst gebauten und programmierten automatischen Hühnerklappe. Seit etwa zwei Jahren werden von den Schülerinnen und Schülern der AG Artgerechte Tierhaltung Hühner in einem Gehege unserer Schule gehalten. Täglich werden die Hühner von Mitgliedern der Schulgemeinde versorgt. Problematisch dabei ist, dass nicht immer jemand an die Schule kommen kann, wenn die Hühnerklappe des Stalls geöffnet bzw. geschlossen werden sollte. Daher hatten die drei begeistern Techniker die Idee, eine automatische Hühnerklappe zu bauen, die sich morgens ab einer bestimmten Uhrzeit öffnet, aber erst wenn es hell wird, die sich abends schließt, aber erst wenn es dunkel wird und vor allem nur dann, wenn alle Hühner im Stall sind. Nach dem Bau des Eingangstunnels, der mit Sensoren, Zeitschaltuhren und der motorisierten Klappe ausgestattet ist, musste eine geeignete Steuerung programmiert werden. Nach einer Testphase von etwa drei Monaten lässt sich sagen, dass die automatische Hühnerklappe problemlos funktioniert, alle Anforderungen erfüllt und für die Mitglieder der Hühner-AG eine große Erleichterung darstellt. Dies hat auch die Jury überzeugt, die die Forschergruppe für die ausgezeichnete Lösung der sehr komplexen Aufgabe zum Regionalsieger in der Kategorie Schüler Experimentieren im Bereich Mathemtik/Informatik erklärte. Sie überreichten zudem ein Preisgeld von 75€.

Wäsche trocknet schneller, wenn sie bei Wind aufgehängt wird. Bringt es daher etwas, wenn man eine Wäschespinne dreht, wenn die Wäsche daran hängt? Mit dieser Frage haben sich die beiden jungen Forscherinnen Anna Schäfer (12) und Martha Müller (12) beschäftigt. Dazu bauten die beiden Jungforscherinnen zwei Wäschespinnenmodelle, die mit gleichen, nassen Wäschestücken behängt wurden. Eines der Modelle wurde über eine Drehvorrichtung gedreht und die Trocknungsgeschwindigkeit der Wäsche an beiden Ständern in regelmäßigen  Abständen bestimmt. Anna und Martha konnten so experimentell nachweisen, dass die „drehende Spinne“ schneller ist. Für ihre streng wissenschaftliche Vorgehensweise und ihre gründliche Auseinandersetzung mit den theoretischen Grundlagen des Trocknungsprozesses wurden Anna und Martha mit dem zweiten Platz in der Kategorie Schüler Experimentieren im Bereich Arbeitswelt und einem Preisgeld von 60 € ausgezeichnet.

Die Wasserflöhe im Schulteich der Rabanus-Maurus-Schule standen im Focus der Forschungsarbeit von Felix Kaufmann (12) und Gabriel Krah (13). Sie haben den Generationswechsel der Wasserflöhe Daphnia pulex und Simocephalus im Jahresverlauf beobachtet und den Einfluss von Fressfeinden auf die Populationen der beiden Wasserfloharten untersucht. Dazu haben Felix und Gabriel über zehn Monate hinweg regelmäßig Wasserproben am Teich entnommen und mit Hilfe von Binokularen, Mikroskopen und Bestimmungsliteratur die Wasserfauna quantitativ und qualitativ bestimmt. Sie konnten nachweisen, dass sowohl Daphnia pulex als auch Simocephalus vier Generationen im Schulteich entwickeln. Dabei hat ihr Hauptfressfeind, die Buschmückenlarve keinen nachweisbaren Einfluss auf die Populationsdichte der beiden Wasserfloharten. Für ihre anspruchsvolle Forschungstätigkeit wurden Sie mit dem zweiten Platz in der Kategorie Schüler Experimentieren im Bereich Biologie und einem Preisgeld von 60 € geehrt.

Bei der Vergabe des Schulpreises Jugend forscht bewerteten  Wettbewerbsleiter und Jury neben der Anzahl vor allem die Qualität der eingereichten Forschungsprojekte. Beurteilt wurde zudem auch die besondere Förderkultur der Schule im naturwissenschaftlich-technischen Bereich und der Stellenwert, den der Wettbewerb Jugend forscht einnimmt. Die Schülerinnen und Schüler und ihre Betreuer Dr. Christine Ziegler und Dr. Klaus Dieter Koch freuen sich über die finanzielle Anerkennung in Höhe von 1.000 Euro, mit der nun weitere Forschungsprojekte der AG Forschen und Experimentieren finanziert werden können.