topdogs_ds2017_00129.06.2017 | Am Montagabend bzw. am Dienstagmorgen führte der DS-Kurs unter Leitung von Frau Ludwig ihr Stück „Sandmann, lieber Sandmann“ - angelehnt an die Erzählung von E.T.A. Hoffmann – im Kulturkeller auf. Hierbei setzten sich die Schülerinnen und Schüler u.a. mit der Frage auseinander, inwieweit technische Veränderungen selbsternannter Wissenschaftsgötter unsere Wahrnehmung verändern, sodass wir immer weniger in der Lage sind, Realität und Fiktion zu unterscheiden.
| Bildergalerie "Sandmann" (Fotos: Uli Hraský)
| Bildergalerie "Top Dogs" (Fotos: Christian Redweik)

Bestreben der Kursteilnehmer war es zu zeigen, dass die Fragen, mit denen sich E.T.A. Hoffmann bereits zu Beginn des 19. Jahrhunderts auseinandergesetzt hat, auch in der heutigen Zeit nichts an ihrer Aktualität verloren haben. Besonders beeindruckt zeigten sich die Zuschauer von der Kombination aus realistischem Theater und Schwarzlichttheater.

Der DS-Kurs von Herrn Ziegler präsentierte das Ergebnis seiner Kursarbeit am Mittwoch ebenfalls in einer Vormittagsvorstellung für die Schülerinnen und Schüler der E-Phase bzw. der Q2 sowie in einer Abendvorstellung. Thema der zweiten Produktion war eine Szenencollage zu dem Bühnenstück „Top Dogs“ von Urs Widmer. Die Inszenierung war postdramatisch angelegt und spielte stark mit chorischen und rhythmischen Elementen. Intention der Schülerinnen und Schüler war es, die Vorgeschichte zu „Top Dogs“ zu erzählen: Wie reagieren entlassene Spitzenmanager auf ihre Kündigung? Was machen derart einschneidende Erlebnisse mit dem Menschen? Wie soll der Mensch zukünftig mit solchen Phänomenen umgehen? Die Antworten hierauf wurden bewusst dem Publikum überlassen.

In den vier Aufführungen konnten die Kursteilnehmerinnen beider Kurse ihr Können vor einem breiteren Publikum unter Beweis stellen und wurden dafür mit starkem Applaus belohnt. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass das Fach Darstellendes Spiel im Fächerkanon der Rabanus-Maurus-Schule eine Bereicherung darstellt und nicht mehr wegzudenken ist – leistet es doch neben den anderen künstlerisch-musischen Fächern einen wertwollen Beitrag zur kulturellen Bildung der Schülerinnen und Schüler unserer Schule.

Barbara Kiel