judoka_2017_06a26.06.2017 | Am 7.6.2017 ging es um 7:55 Uhr für die Judo-Schulmannschaften der Rabanus-Maurus-Schule und der Von-Galen-Schule Eichenzell nach Maintal. In der dortigen Budo-Arena trafen sich im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia“ die besten hessischen Schulmannschaften um den Landessieger zu ermitteln. Begleitet wurden die Fuldaer Schulmannschaften von Judotrainer Mike Thiel vom 1. Fuldaer Judo-Club und Sportlehrer Bastian Michel.

In Maintal angekommen, startete der Wettkampftag für die 10 bis 15-jährigen mit dem Wiegen der Mannschaften. Jede Mannschaft stellte bis zu 5 Kämpfer pro Kampf und maximal 10 pro Mannschaft. Somit ging es kurz darauf für die 15, teils kampferfahrenen, Judoka aus Fulda erst zum Aufwärmen und dann zum Einmarschieren und Angrüßen auf die Matte. Mit „Re“ und „Hajime“ begannen dann die Kämpfe. In der ersten Begegnung trat die Rabanus-Maurus-Schule gegen die Goetheschule aus Kassel an, und unterlag mit vier Gegensiegen. Nach kurzer Pause gingen dann auch die Schüler der Von-Galen-Schule an den Start, ebenfalls gegen die Goetheschule. Auch diesmal unterlagen die Fuldaer aufgrund fehlender Wettkampferfahrung. Viele der angetretenen und in der AG der Schule trainierenden Judoka waren erst seit wenigen Monaten dabei, so dass sie von den erfahreneren Schülern stark profitieren konnten. „Meine Schüler wollten gar nicht mehr aufhören zu kämpfen, also haben wir in den Pausen ein paar Freundschaftskämpfe organisiert und jeder hatte einen riesigen Spaß!“; so Trainer Thiel, welcher sich in enger Zusammenarbeit mit Herrn Michel schon seit mehreren Jahren um die judobegeisterten Schülerinnen und Schüler der Rabanus-Maurus-Schule kümmert und diese auch schon seit einigen Jahren zu „Jugend trainiert für Olympia“ begleitet. Dort wurden bisher auch schon ansehnliche Ergebnisse erreicht. Nach ausgiebigen Kämpfen ging es dann für beide Mannschaften hoch her, denn die jetzige Kampfpaarung lautete: Rabanus-Maurus-Schule gegen Von-Galen-Schule! Der Kampf ging 4:1 für die Rabanus-Maurus-Schule aus, für welche dies den Einzug ins Halbfinale bedeutete und für die Schüler der Von-Galen-Schule einen verdienten, hart erkämpften 5. Platz.
Im Halbfinale stand die Rabanus-Maurus-Schule der Immanuel-Kant-Schule aus Rüsselsheim gegenüber, in deren Mannschaft viele erfolgreiche Vereinssportler aufgestellt waren, und die sich später im Finale den Landessieg erkämpfte. Für die Rabanus-Maurus-Schule ging zunächst Konstantin Lomb auf die Matte, setzte sich nach starkem Kampf über die volle Wettkampfzeit (3 Minuten) mit einem Seio Nage (Schulterwurf) durch und errang so den einzigen Sieg in dieser Begegnung. Auch Mauricio Ochs zeigte starken Kampfgeist, verlor jedoch nach guten Ansätzen in der Gewichtsklasse -46 kg, ebenso Christian Nikogkosian in der Gewichtsklasse -55 kg und Til Plur in der Gewichtsklasse +55 kg.
Letztlich ging der 3. Platz an die Schüler der Rabanus-Maurus-Schule und der 5. an die Von-Galen Schule. Das Besondere an der Mannschaftsaufstellung der Von- Galen-Schule war der hohe Anteil an Judoka mit Migrationshintergrund, die zum Großteil erst vor kurzer Zeit als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen waren. Nach abschließenden Fotos ging es dann auch schon wieder nach Hause und direkt in das nächste Training, um nächstes Jahr das diesjährige Ergebnis noch zu steigern, denn für den Sieger des Landesentscheides geht es Ende des Jahres zum Bundesentscheid nach Berlin!
Jana Thiel