hohmann_kripo_2018_0114.02.2018 | Am 30.01.2018 fand in der Aula der Rabanus-Maurus-Schule eine Informationsveranstaltung mit Kriminalhauptkommissar Marco Hohmann vom Polizeipräsidium Osthessen statt. Eingeladen waren insbesondere Eltern, aber auch Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 bis 7. Bei der gut besuchten Veranstaltung berichtete Herr Hohmann über die Gefahren, die im Internet lauern.
Er zeigte auf, dass in der heutigen Zeit das Smartphone bereits zu der Lebenswirklichkeit der Kinder und Jugendlichen gehört, und machte deutlich, dass den Eltern eine wichtige Rolle bei der Medienerziehung zufällt. Hohmann forderte die Eltern auf, sich auf dem aktuellen Stand der Technik zu halten, um die Kinder vor Gefahren zu schützen und sie dafür zu sensibilisieren, verantwortungsbewusst mit Daten umzugehen.

Anhand von Beispielen verdeutlichte er, wie einfach es sei, auf Seiten mit zweifelhaften Inhalten (Pornographie, Rechtsextremismus, Gewaltverherrlichung, Pro-Magersucht-Foren, usw.) zuzugreifen. Weiterhin erklärte er, dass vermehrt Chat-Funktionen eigentlich harmloser Programme von Pädophilen genutzt würden, um Kontakt zu Opfern zu bekommen. Da sich viele Jugendliche nicht bewusst seien, wie die Verbreitung von Informationen im Netz erfolge, warnte er vor dem Versenden von Nacktaufnahmen und dem Posten von Beleidigungen in Chatrooms. In diesem Zusammenhang erläuterte der Referent, dass diese Dinge auch strafrechtlich verfolgt werden können und rief die Eltern auf, mit ihren Kindern im Gespräch zu bleiben und sich über deren Online-Aktivitäten zu informieren.

Herr Hohmann erklärte, dass das Geschäftsmodell von Plattformen wie z.B. Google, Facebook, Snapchat oder Whatsapp auf die Erlangung von möglichst vielen Nutzerdaten ausgelegt ist. Anhand einer Dating-App zeigte er sehr anschaulich, dass sogar der genaue Standort des Nutzers angezeigt wird. Er forderte die Eltern daher auf, sich mit den Sicherheitseinstellungen der Apps ihrer Kinder zu beschäftigen, damit keine persönlichen Daten der Minderjährigen öffentlich zugänglich werden.

Den anwesenden Eltern empfahl Herr Hohmann klare Regeln für die Nutzung von internetfähigen Geräten festzulegen. So sollten Smartphone & Co nicht über Nacht im Zimmer von Kindern bleiben. Ebenso sollten zeitliche Begrenzungen und Sperren für ungeeignete Internetseiten eingerichtet werden. Anschließend rief er das Publikum zum Mitmachen auf und erklärte anschaulich, wie man Smartphones durch entsprechende Einstellungen kindersicher machen kann. Für den Fall, dass dies bei bestimmten Handy-Typen bzw. -Voreinstellungen nicht möglich sein sollte, verwies er auf Apps mit einer solchen Funktion.

Im Anschluss an den Vortrag bestand die Möglichkeit mit dem Kriminalhauptkommissar ins Gespräch zu kommen und Fragen zu stellen, was von den anwesenden Eltern rege genutzt wurde.

Tobias Galmarini